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Meine 10 Gründe für eine entspannte Hausgeburt.

Meine 10 Gründe für eine entspannte Hausgeburt.

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Nicht DIE 10 Gründe, sondern MEINE. Ganz richtig gelesen, denn es gibt nicht DEN Weg für alle, nur meinen.

 

„Jede Frau sollte aber zu allererst so gebären, wie sie sich am wohlsten fühlt. Dabei gibt es keinen einzig selig machenden Weg.“ – Sarah Schmid

 

  • ZUHAUSE BIN ICH ENTSPANNTER UND WERDE NICHT STÄNDIG BELAGERT VON ZWEIFLERN.

Fangen wir mit dem Ort an. Ich fühlte mich im Krankenhaus wie ein kranker. Ich bin nicht krank, ich bin schwanger und hier zum ungestörten Gebären. Fremde Menschen. Fremdes steriles Krankenhausbett. Helles Licht. Unterschwelliger Zeitdruck (der Nächste wartet schon, um in den Kreißsaal zu dürfen). Ständige Verbesserungsvorschläge und Anleitungen die in mein natürliches Verhalten eingreift. Sowohl unter der Geburt, als auch danach. Stichwort: Fremdbestimmung. Ich habe unter Wehen anderes zutun, als auch noch alles abwehren/abwägen zu müssen. Alleine diese Umstände versetzen mich in Unruhe. Zuhause bin ich Zuhause, da muss ich nicht ständig Fragen, ob etwas tun darf. Hab alles dort, was ich vielleicht dann doch dringend brauche, und wenn es nur die gewohnte Umgebung ist. Mein Kühlschrank mit Energiebomben und Lieblingsessen gefüllt, welches ich dringend benötige nach der Geburt. MEIN Bett. Meine lieben Mitmenschen um mich. Das alles ist im Krankenhaus wenn überhaupt nur eingeschränkt möglich. DAS trägt zu meinem Seelenheil bei. Ich bin dort wo ich hingehöre, nicht 7 Tage lang auf Station unter Dauerbeobachtung. Es geht auch um mich und nicht nur um das Kind, denn oft wird ja gesagt: ‚Hauptsache das Kind ist gesund‘ – Ja das mag sehr richtig sein. Und was ist mit mir?

 

  • STÄNDIGE (ARZT)VORSORGE MACHT MICH WAHNSINNIG.

Bei der Vorsorge (das Wort „Sorge“ sagt es ja schon.) als auch im Krankenhaus kam es mir immer so vor, als würde man nur nach dem nicht vorhandenen Fehler suchen und jedes Mal verließ ich die Praxis mit Sorge, Ungewissheit, und Zweifel. Ein gesundes Bewusstsein für Gefahrensituationen mal ausgenommen. Anmerkung: Ich bin nicht gegen Notfallmedizin, aber eindeutig gegen Übervorsicht. Alle Verdachtsmoment bestätigten sich als falsch. Unnötige Panik und Zweifel. Das nahm mir sehr viel Leichtigkeit. In meinen Augen verschwendete Zeit. Also beließ ich die Vorsorge beim zweiten Kind, im kleinen Rahmen und beschloss: Mich nur auf mich und das Kind zu konzentrieren. Kein gehetzte mehr zu den Vorsorgeterminen. Kein gefummel an den Geschlechtsteilen: Und wenn man nicht einwilligt ist man ‚fahrlässig‘ – so ein Psychoterror! Keine Gewichtskontrolle (Wer sagt was normal ist und was nicht?) Kein Zuckerwassergeschlucke. Kein CTG/Schall mit Befund, der dann doch keiner ist. Keine ständige SORGE. Stattdessen ein wachsames Auge und eine entspannte Kontrolle zuhause mit der Wahlhebamme, oder eben sogar Selbstkontrolle. Zum Abschluss ein Zitat von Sarah Schmid: „[…] solange das Kind in mir munter strampelt, brauche ich auch kein CTG, um zu wissen, dass die Herztöne gut sind. Viel wichtiger war mir, mich gesund zu ernähren, genug Bewegung und genug Ruhe zu bekommen. Die offizielle Vorsorge legt das Hauptaugenmerk auf das Erkennen von Abweichungen und Krankhaftem. Als Schwangere ist es mir wichtiger, so zu leben, dass Körper und Seele im Gleichgewicht sind und bedenkliche Zustände gar nicht erst entstehen können. Dazu gehört für mich ein entspannter, zuversichtlicher Gemütszustand, den ich mir u.a. durch die vielen Ultraschalluntersuchungen und damit einhergehende Sorgen in der ersten Schwangerschaft kaum hatte bewahren können.


  • INTERVENTIONSKASKADEN.

Ich entschied mich bewusst für eine Hausgeburt beim zweiten Kind, weil ich starke ANGST davor hatte, dass es wieder so laufen könnte wie beim ersten Mal, wenn ich nur den Krankhausboden betrete. Dass wieder Dinge einfach unternommen werden, weil sie schon ins Rollen gekommen sind und nicht mehr abwendbar sind. Denn viele Kaiserschnitte, haben mit einer Einleitung begonnen. Ein PUNKT, den ich unter normalen Umständen niemals zulassen würde. Sobald aber die Halbgötter in weiss vor einem stehen, sieht es meist wieder ganz anders aus. Einen Fehler 2x machen, das ist kein Fehler mehr das ist eine bewusste Entscheidung. Somit ist Grund 3 für mich, den ganzen ZWEIFLERN UND MEDIZINERN direkt aus dem Weg zu gehen, indem ich sie gar nicht erst treffe.


  • DIE HEBAMME/DOULA IST NUR FÜR MICH DA.

Und nicht für 5 andere gleichzeitige Geburten. Sie muss mich auch nicht ständig vor äußeren Einflüssen schützen. Sie ist auch nicht mit Ohren und Augen wo anders. Im besten Fall sitzt sie strickend in der Ecke und unternimmt nichts, solange sie nicht dazu aufgefordert wird.


  • ICH KANN ABNABELN WANN ICH DAS FÜR RICHTIG EMPFINDE.

Es mag Krankenhäuser geben die erst nach 20-40min abnabeln, oder sogar eine Lotusgeburt dulden. Die Regel ist das aber nicht, und das war für mich auch ein ausschlaggebender Punkt.

 

  • ICH HABE ALLE ZEIT DER WELT

(Siehe Punkt 1: Der Nächste wartet schon.)

 

  • ICH BIN DER CHEF UND KEIN OPFER DER ROUTINE

Ich werde nicht ständig aus dem Konzept gebracht und aus meiner intuitiven Verhaltensweise. Prophylaktische Medikamentengabe, Zufüttern, etc. Die Frage stellt sich mir gar nicht, wenn ich Zuhause bin. EIN SEGEN!

 

  • KEINE NÄCHTLICHE STÖRUNG ODER BLUTABNAHME.

Schlaf nach der Geburt ist HEILIG. Im Krankenhaus UNMÖGLICH. Ich wurde alle 2-3 Stunden geweckt. Das Kind auch. Ich bin fast zum Biest geworden, habe mich aber gefügt. Fremdbestimmung eh?


  • SELBSTBESTIMMT.

Das Baby kann sofort im Familienbett schlafen, wird nach Bedarf gestillt, darf eigene (oder keine Kleidung) tragen, und keiner redet mir dazwischen. Mag im ersten Moment im Krankenhaus auch so aussehen, die Realität sieht anders aus. Ich habe keine Lust mich ständig erklären zu müssen. Auch da wird irgendwie ‚Finde den Fehler‘ gespielt, ist ja schließlich deren Job!

 

  • STOLZE VÄTER.

Väter die nur einmal eine Hausgeburt erleben durfte, würden es nie mehr anders machen (mehrfach bestätigt.) Zitat Hebamme: „Ich habe in 25 Jahren Hausgeburtserfahrung nur 1x eine Geburt verlegen müssen, zur Sicherheit. Alle waren dennoch wohlauf und würden es wieder so tun.“

 

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2 Kommentare zu „Meine 10 Gründe für eine entspannte Hausgeburt.

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