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Herdprämie unfair? „Sag die Wahrheit!“ – „Meine, oder Deine?!“

Herdprämie?

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Kritiker bezeichnen den Obulus als „Herdprämie“ und betonen, durch das Betreuungsgeld würden vor allem Migrantenfamilien oder Kinder aus bildungsfernen Milieus von der Kita-Betreuung fernhalten. Die Bildungsungleichheit würde sich verschärfen.

 

Anmerkung: WENN man diese Einrichtungen als Bildungseinrichtungen bezeichnen möchte.

150 Euro (genauer gesagt 300) dafür, dass ich meine Kinder nicht in die KITA oder in den KIGA schicke, wie unfair? Andere müssen ja schließlich, so früh wie möglich wieder arbeiten gehen, um ihren Lebensstandard halten zu können. Miete zahlt sich nicht von allein, etc. pp.

Sarkastisch gesagt: Mich finanzieren also arbeitende Mütter  (Steuern) mit, weil ich quasi zu FAUL bin im Angestelltenverhältnis zu arbeiten. Oder es freiwillig so gewählt habe u.U.  Der Grund ist so oder so unwichtig.  Wie es den Kindern damit geht, danach wird zum Schluss gefragt (?)

Abgesehen davon, dass ich trotz Selbstbetreuung – Teilzeit arbeite und an meiner Selbstständigkeit arbeite. Ich bin wohl eher derjenige, der später finanziell im Nachteil sein wird, wenn ich nicht schnellstmöglich Sozialversicherungspflichtig arbeite. Stichwort: Altersarmut. Da hilft auch keine Witwenrente. Die gibt es nur wenige JAHRE, danach ist Pfandflaschensammeln angesagt. Ein Szenario, welches ich sehr häufig in Deutschland zu sehen bekomme. Da sag noch ein mal Jemand: Deutschland wäre ein reiches Land. Im VERGLEICH auf jedenfall, aber ich vergleiche mich doch nicht ständig, mit dem ÜBEL der Welt? Oder doch? Gut, anderes Thema.

Mich und meine Kinder finanzieren also fleißige Mütter mit, während sie den Eigenanteil des Betreuungsplatzes selbst zahlen müssen. MOMENT mal, EigenANTEIL. Das bedeutet, der komplette Betrag für einen Kindergartenplatz beträgt maximal 2520 € (Quelle: Spiegel.de Kosten für Kinderbetreuung)

Ich erhalte also vom Staat eine Unterstützung von 300€ im Monat und der Staat zahlt jedem anderen, der einen ganztags Betreuungsplatz nutzt weitaus mehr. Steht das im Verhältnis? Irgendwie nicht.

Die Herdprämie ist also NICHT uneigennützig, wer hätte es gedacht: DENN es kommt den Staat weitaus günstiger Selbstbetreuung zu vergüten, als Betreuungsplätze zu subventionieren und auszubauen. Das würde die KITAFRONT sehr begrüßen, und wettert deshalb sehr arg gegen das Betreuungsgeld. Mir ist das sehr verständlich, ich begrüße diese nötige Unterstützung gleichermaßen dennoch sehr.

 

 

Und jetzt mal ehrlich: Die 150 bzw 300 € monatlich hätten meine Entscheidung, arbeiten zu gehen, nun nicht beeinflusst.

Ich bleibe aus Überzeugung.

DEIN ALLTAG IST IHRE KINDHEIT.

OM.

 

 

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4 Kommentare zu „Herdprämie unfair? „Sag die Wahrheit!“ – „Meine, oder Deine?!“

      1. Ich auch, will ja niemandem auf der Tasche liegen und dann immer schön als Vorwurf formuliert. 😕 Beim „Dann muss dein Mann dich ja mit durch füttern“ traf mich das dann echt. Mein Mann fand das richtig mies, er findet ja toll, dass die Kinder daheim sind. Na ja, wie man es macht, man macht es verkehrt. 😅

  1. Sehr schön geschrieben.
    Aufgrund des Betreuungsgeldes bleibt wohl keiner Zuhause. Es ist eine (kleine) Anerkennung.
    Die große Witwenrente wird aber nicht nur ein paar Monate gezahlt oder irre ich mich da?
    Allerdings kann dieses Szenario natürlich eintreten wenn wir in Rente gehen. …

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