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GENDERGAGA – Wenn die Kleidungsfarbe zum Politikum wird.

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#GENDERGAGA

Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal politisch werde. Aber bestimmte Sachen, werden leider in eine politische Debatte gezogen. Dinge die nichts mit Politik zu tun haben sollten (meint man). Kinder und Kleidung ein Politikum? ‚Das dürfen nur Mädchen tragen‘ vs. ‚Das dürfen nur Jungs tragen‘. Es ist nicht die Debatte der Kinder. Es ist die Debatte der Elternschaft, der Mütter. Ich kam wirklich nicht darauf, jemanden zu erzürnen, weil ich ein Kleidungspaket (welches zum Verkauf stand) als ‚Jungen Kleidungspaket‘ betitelte. Die Antwort oder Frage darauf war: Aber wieso denn Jungs, das dürfen doch auch Mädchen tragen oder nicht? – Ja, klar dürfen das auch Mädchen tragen. Steht dort irgendwo, dass dem nicht so ist? Dieser Einwurf zielte wohl nicht darauf ab, ob es nun für Mädchen oder Jungen gedacht ist, sondern auf eine ganz andere Sache. Nämlich Genderneutralität. Das hat für mich nichts mehr mit den Farben der Kleidung zu tun.

Ich bin die Letzte, die den Jungs bestimmte Farben nicht anzieht (wortlaut: verwehrt). Ganz einfach weil es den Kindern egal ist WAS sie anhaben, wohl besonders die Farbe und zumindest bis zu einem gewissen Alter. Dann wird so oder so selbst entschieden. Spätestens dann wird man bemerken, dass die Farbe völlig Banane war. Ich definiere mich weder über Kleidung weder noch über die FARBE der Kleidung. Ich sehe den Menschen lieber hinter die Fassade, und das möchte ich so auch weiter geben.

 

GLEICHMACHEREI

Offensichtlich wird Gleichberechtigung oft mit Gleichmacherei verwechselt, anstatt sich mit dem Respekt für die Andersartigkeit zufriedenzugeben. Weil wir typisch weibliches und typisch männliches Verhalten verteufeln und negieren, anstatt es als Ergänzung zu betrachten. Weil wir uns zwar im Comedy-Programm von Mario Barth alle wiederfinden, es aber politisch höchst unkorrekt ist, im Geschlechterkampf mit der gleichen Biologie zu argumentieren. Weil wir uns dem Paradoxon hingeben, einerseits zu behaupten, dass Frauen alles können, was Männer können – wenn es uns Frauen nützt, aber andererseits gerne auf unsere exklusiv weiblichen, empathischen und teamfähigen Qualitäten verweisen. Ja was denn nun? Sind wir nun gleich oder unterschiedlich? Was ist eigentlich so schwer daran, Männer Männer sein zu lassen und Frauen ihre Weiblichkeit zu gönnen? Insofern wird es wohl erst dann wieder mehr echte Männer geben, wenn wir ihnen wieder mehr richtige Frauen bieten. – Birgit Kelle „Die neuen Männer“

 

DOCH NICHT SO GLEICH?

Männer reagieren schneller, Frauen flexibler. Und allein anhand von Hirnsträmen lässt sich auf dem Papier das Geschlecht erraten. Aber natürlich nur angeblich. Denn wir wissen ja dank Genderforschung: Es gibt keinen Unterschied. Wir Frauen sind immer genauso gut in allem wie Männer, im Zweifel sind wir einfach besser. Es gibt keinen Unterschied. Es gibt keinen Unterschied. Es gibt keinen Unterschied. Aber wir wollen tolerant bleiben, denn auch Genderfeministinnen gehören zu Deutschland. Quelle: Hirnströme bei Fehlern verraten Geschlecht

GET A LIFE

Es muss unserem Land wirklich gut gehen, wenn wir die Zeit und das Geld haben, uns mit solchem Schwachsinn zu beschäftigen. Wir haben Gleichstellungsbeauftragte ohne Ende, die Leitfäden für geschlechtergerechte Sprache entwerfen. Wir haben ungefähr 180 Lehrstühle an Unis, wo Soziologen und alle möglichen Studiengänge mit Gender Mainstreaming unterwandert werden. Da frage ich mich oft: Was machen die eigentlich den ganzen Tag? – Birgit Kelle

 

R E L A X !

Tragt Pink, oder Glitzer. Rüschchen und Kleid. Tragt Einhorn oder Elch in der Puppentrage.  Tragt Boxershorts, oder Tütü. Tragt Kurzhaarschnitt und aufgeschlagene Knie. Heute spiele ich Junge, morgen spiel ich Mädchen. Moment mal eine Puppentrage als Junge? Evolutionsbiologisch tragen die Damen ihre Nachzucht mit sich rum. Aber in unserer Gesellschaft ändert sich gerade etwas, finde ich sogar gut. Na da schaut her. Ich werde deshalb aber nun nicht, jedem im meinen Umfeld und vor allem im Internet, dazu auffordern: Alle Menschen (ab jetzt, ab wann eigentlich – und wieso überhaupt?)  nur noch Geschlechtsneutral anzusprechen.

Egal ob Junge oder Mädchen. Frau oder Mann, macht doch was IHR gerade für richtig empfindet, ohne darüber nachzudenken was andere DENKEN. Aber geht mir doch nicht mit diesem Gleichstellungsschwachsinn auf die Nerven! Die Kinder interessiert es nicht.

Vor allem hört auf für den Fall zu Leben. Für den Fall, es könnte sich jemand angegriffen fühlen. Die Bloggerwelt kennt das bestens. Schreibe einen Beitrag der ALLEN zusagt, tja entweder man redet dann ständig durch die Blume oder schreibt Klartext. Kostet Leser, bringt Leser. Bringt eine Community. Bloggen ist doch eine Community oder? Hört auf für den Fall zu leben, der zu 95% NIE eintritt. Kennen wir doch schon, von der Liste der Besorgungen die man so als Erst-Mutter macht. 1000 Dinge für den FALL. Die NIEMAND benötigt hat. Das Baby schon gar nicht. Minimalismus. Minimalismus auch bei den Menschen, die mir zukünftig den Kopf vernebeln wollen, mit ihren Großstadt-Studenten #firstworldproblems. Ich glaub ich muss jetzt etwas pinkes kaufen, oder in ein Haus im Wald ziehen – fernarb von diesen Dingen, oder einfach weiter machen wie bisher.

Bis demnächst.

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3 Kommentare zu „GENDERGAGA – Wenn die Kleidungsfarbe zum Politikum wird.

  1. Danke für diesen tollen Beitrag und das damit verbundene Statement. Ich kann mich dem voll und ganz anschließen. Finde es absolut irrsinnig Kinder in irgendwelche Rollen zwingen zu wollen. Unsere beiden Knirpse können sich Kleidung und Spielzeug selbst aussuchen. Außerdem ist es auch seltsam auf dem Spielplatz, Tochter hat sich nen Rock ausgesucht und wird für nen Jungen gehalten, weil der nicht rosa ist?! Absoluter Irrsinn also …

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