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Einer Vision Leben geben! – Blogparade: Mein schmerzfreier Stillstart. Zwischen Multi-Mam und Kohlwickel.

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Die Einladung zur Blogparade: „Mein schmerzfreier Stillstart“ von Mamy Baby Vision  habe ich prompt angenommen, weil es ein Herzensthema ist siehe: Stillen ist mehr als Nahrung! Über dieses Thema, habe ich natürlich schon vor einiger Zeit geschrieben. – Aber den Willen und die erfolgreiche Umsetzung ohne Komplikationen, habe ich leider erst durch eine ge(zer)störte Stillbeziehung erlangt siehe: Ich wollte unbedingt stillen!

In dem Sinne, habe und hatte ich keine schmerzen beim Stillen selbst, es hat mir aber seelische Schmerzen verursacht. Schmerzen beim Stillen gehören zu den häufigsten Gründen für vorzeitiges Abstillen. Daher gar nicht erst Schmerzen entstehen lassen. In 80% der Fälle ist eine ungünstige Anlegetechnik die Ursache. Siehe: Anlegen ohne Schmerzen

 

Mein Baby hat eine Saugverwirrung

er nimmt keinen Schnuller oder Flasche – nichts was nicht die echte Brust ist, keine Chance. Stillbeziehung gelungen würde man sagen, andere Mütter haben da ganz andere Probleme. Gleich am Anfang arge Stillprobleme. Ganz ehrlich? Meinen ersten Sohn habe ich gar nicht erst richtig anlegen KÖNNEN, mir wurden direkt nach 24 Std. Brusthütchen aufgeschwatzt. DAS war eine echte Saugverwirrung – die ich nicht mehr stoppen konnte, und mich in ein gedankliches schwarze Loch katapultiert hat. Ein Teufelskreis. Erst ein unentspannte Umgebung zum gebären, dann diese Pseudo-Hilfsmittel. Dann körperliche Ursachen des Kindes (Ikkterus). Dann kam noch das Leben mit seinem Lauf der Dinge, während man andere Pläne schmiedet. Hätte ich gestillt zu dem Zeitpunkt, hätte ich sicher auch ein deutliches  Zeichen meines Körpers bekommen. Bei den meisten Frauen, ist es eben dann eine Entzündung. Es ist alles ein sehr sensibles Zusammenspiel. Die Art und der Ort des Gebärens. Das unterstützende Umfeld, der Vater spielt da auch eine Rolle – und seine Einstellung zum Stillen. Nicht selten kommt von Familienmitgliedern – „Ach gib dem Kind doch die Flasche, dann schläft es auch endlich mal durch nachts, denn von dir wird es anscheinend ja nicht satt.“ Dass stillen aber mehr als Nahrung ist, das führe ich hier nicht aus. Stillen ist eine Beziehung. Eine Beziehung setzt voraus, dass sie gute Startbedingungen hat. Manchmal lohnt es sich genauer hinzuschauen. Routine zu hinterfragen und das zu tun, was das Bauchgefühl oft sehr deutlich verlangt.

 

Warum das Stillen häufig nicht klappt

Schmerzen. Körperliche Ursachen beim Kind (Grundspannung und Verspannungen im Kiefergelenk -> ggfs. Osteopath aufsuchen) Verwirrungen durch Brusthüte und sonstiges Gedöns. Anpassungsstörung des Kindes nach der Geburt (Frühchen/Mehrlingsgeburten). Falsche Annahme von der eigenen Milchmenge durch das Abpumpen. Zufütterungs Teufelskreis. Psychischer Stress durch das Umfeld, oder noch von der Geburt nach-lastend. Post-partum Depression. Unklare Gedanken ob man überhaupt stillen möchte. Unsicherheit ob man alles richtig macht. Gut gemeinte (veraltete) Ratschläge von Freunden oder Familienmitgliedern die u.U. selbst keine erfolgreiche Stillbeziehung hatten. Eine ganze Palette voller Dinge, die man 1. Viel zerstören können und 2. NICHT an sich bzw. an das Kind heran lassen sollte.

 

Fakten

Das Neugeborene ruht sich nach der Geburt zunächst etwa eine halbe Stunde lang aus und ist anschließend ganz aufmerksam. Unter idealen Bedingungen bewegt es sich selbstständig zur Brust, nimmt die Brustwarze nach durchschnittlich 50 Minuten in den Mund und fängt an zu saugen. Das so genannte „BREASTCRAWL“ kann nicht nur direkt nach der Geburt stattfinden. Auch anschließend kann das Baby die Gelegenheit bekommen, die Brustwarze eigenständig zu finden. Dazu nimmt die Mutter eine zurückgelehnte Position ein. Sowohl die Mutter als auch das Baby sollten möglichst nackt sein, um den direkten Hautkontakt zu ermöglichen (das Baby kann die Windel anbehalten). Die eigenständige Suche und das eigenständige Andocken an der Brust unterstützen das effektive Stillen und mindern die Gefahr von falschem Anlegen und wunden Brustwarzen (siehe auch das Laid-Back-Nursing).

Medizinische Interventionen unter der Geburt (Medikamente, Infusionen, Kaiserschnitt, usw.) und eine Separation des Babys von der Mutter (z.B. um das Baby abzutrocknen, zu wiegen und zu messen) verhindern jedoch diese natürlichen Abläufe (siehe auch Warum das Stillen häufig nicht klappt). Außerdem sind im modernen Klinikalltag ungestörte Ruhe und ausreichend Zeit selten vorhanden, um dem Neugeborenen die eigenständige Suche nach der Brust zu ermöglichen. Idealerweise kann die Mutter eine Geburtseinrichtung wählen, in der direkter, ungestörter Hautkontakt und erstes Stillen nach der Geburt praktiziert wird. (still-lexikon.de)

PRÄVENTATION?

Gedanklich auf alles gefasst sein, bereit sein, hartnäckig sein, entschlossen sein, flexibel sein. Unbedingt nach Bedarf des Kindes stillen, niemals nach Uhrzeit.

Kurz:  EINER VISION Leben geben, komme was wolle.

Gute Erfahrungen: Bei Entzündungen und gereizten Brustwarzen

  • WEITER STLLLEN. Es gibt keine bessere Methode, eine Verstopfung (Mastitis) zu beheben, als das Kind regelmässig zu stillen.
  • Weisskohlblätter Hier eine Kohlwickel Anleitung –  Ist das Weisskohlblatt gekühlt, wirkt es tatsächlich wie eine kalte Kompresse zur Reduzierung von Entzündungen.
  • Heisses Wasser in der Dusche auf die Brust prasseln lassen
  • R U H E

 

Gute Erfahrungen: Bei gereizten Brustwarzen

  • Viele Mütter schwören auf Multi Mam Kompressen bei gereizter Warze, gerade am Anfang der Stillzeit sehr wohltuend. Einfach nachts in den Stillpausen drauf lassen. Als Alternative hat sich bei mir auch ein kühler nasser Waschlappen bewehrt.
  • Auf einen zu engen BH und Stilleinlagen verzichten, um zuviel Druck auf die Brust zu vermeiden.

 

Ausführliche Tipps zur Linderung hier: Schnelle Hilfe bei wunden Brustwarzen

Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben und Urgedanken festigen. Womit habt ihr gute Erfahrung bei Entzündungen, Stillproblemen und gereizten Brustwarzen? Hinterlasst mir hier gerne und unbedingt ein Kommentar, damit betroffene es auch lesen können.

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5 Kommentare zu „Einer Vision Leben geben! – Blogparade: Mein schmerzfreier Stillstart. Zwischen Multi-Mam und Kohlwickel.

  1. Liebe Aline!

    Vielen Dank für deinen Artikel zur Blogparade.

    Ja – auch die Seele kann Schmerzen haben. Wie sehr sogar. Und sie gehen auch mit den körperlichen Schmerzen einher. Wie gut, dass du uns daran erinnerst auch auf unsere Seele zu achten.

    ❤ ~Tabea

  2. Ruhe,Ruhe,Ruhe.Kein Stress,kein Besuch, das Kind nicht durch die Pampa zerren.Gut und reichhaltig essen und trinken.Ich stillte eine Stunde nach dem KS zum ersten Mal und hatte weder Milchstau noch war ich wund.Das war vor fast fünf Monaten und hat sich nicht geändert.

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