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Ich will meine Probleme von 1990 zurück. #WIB & weniger Zugzwang als Blogger

Das Wochenende in Bildern

ist zwar sehr schön, aber irgendwie schaut sich das keiner an, oder wenige, sehr wenige. Das verrät mir meine Statistik. Es mag bei namenhaften Blogs funktionieren, viele haben die Idee von Susanne M. in ihren Blog aufgenommen und posten regelmäßig, oft schon am Sonntag (wie macht ihr das bloß?) eine ganze Palette von Fotos. Handyfotos? Finde ich irgendwie unschick, nicht generell – aber für einen Blog. Auch wenn sie viel öfter das echte Leben darstellen, als perfekt inszenierte Kamerafotos. Sagen wir für meinen, denn ich schaue mir schon gelegentlich das #WIB einiger Blogger an. Ich muss aber zugeben: Das passiert eher selten und nur bei Bloggern, die ich so oder so ganz gern verfolge.

Für mehr bleibt mir auch keine Zeit. Zeit? Ich habe ehrlich gesagt nicht die Zeit, jeden Sonntag 300 Fotos von der Spiegelreflex zu ziehen, sie zu komprimieren, zu bearbeiten, um sie dann schlußendlich hier hochzuladen. Wohl möglich noch mit Text dazu. Sonntage sind hier wie alle anderen Tage auch. Der Tag geht meist bis 20.30 / 21.00 Uhr. Danach will ich abschalten, oder einfach nur mal liegen. Deshalb kam bei mir das #WIB erst Montag. Montag morgen, wenn noch alles schön ruhig ist und ich auch die Ruhe dafür habe.

Zurück zum Thema. Wie man kürzlich bei  Leitmedium lesen konnte, und bei  Baby, Kind und Meer sehen konnte. Führt dieser Zugzwang (oder das selbst auferlegte) dazu, dass dann schon am Freitag die Gedanken heimlich darum kreisen: Hab ich das Handy oder die Kamera dabei? Habe ich Stoff für das #WIB ?

Da setze ich an: Ich sage mir: Nein stopp, ich will nicht ständig darüber nachdenken, ob ich das perfekte Foto habe, wenn es passiert, dann passiert es. Ende, aus. Deshalb stampfe ich das regelmäßige Wochendbilder und selbst auferlegte posten ein. Abgesehen von dem Content, der nicht nennenswert ist. Ich mache es auch ein stückweit für mich – und führe es unregelmäßig wie bisher fort. Reine Bildergeschichten, damit hat mein Blog begonnen (2014) und damit geht es weiter. Nur etwas entspannter. Es ist #entschleunigung angesagt.

Also legt die Kamera auch mal gezielt weg – oder nehmt sie gar nicht erst mit! Genießt den Augenblick, auch ohne an die schönsten Bilder für den nächsten Blogpost zu denken.

Einige werden das bereits tun, für mich als bekannter Fotonerd ist das allerdings eine kleine Challenge. Ein  paar Schnappschüsse vom Wochenende 21/22.05. 2016 habe ich natürlich dennoch für euch.

IMG_1824Ein wahrlich magisches Wochende. Voller Sonne – und am Montag wieder mit Regen beendet, auf baldigen Sommerbeginn hoffend. Ein hoch und tief der Gefühle.

IMG_1644Improvisiertes Stockbrot, da die Pläne durch impulsive Gefühlswelten geändert werden mussten.

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IMG_1469Die Lärche im Garten.

IMG_1498Duftender Flieder.

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IMG_1550Ein Strauß aus alle dem was hier so wächst. Kostenlos. Duftend. Kurzweilig. Schön.

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IMG_15701,2,3 Windelfrei (oder zumindest ein Versuch)

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Alle Fotos COPYRIGHT by URNATURAEN 2016

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5 Kommentare zu „Ich will meine Probleme von 1990 zurück. #WIB & weniger Zugzwang als Blogger

  1. Das, was Du schreibst, ist ganz richtig. Ich finde, wenn die Gefahr kommt, einen Zwang für das Wochenende in Bildern zu verspüren, ist die eigentliche Idee davon ja auch weg. Ich wollte eine Galerie der Alltäglichkeit starten und kein „Wir müssen uns in tollen Aktionen übertrumpfen“. Es soll darum gehen, einfach den Alltag zu zeigen: Mit was spielen die Kinder, was kocht man so, geht man raus oder bleibt man daheim. Und ich glaube, das auch gerade das ist, was die Leute interessiert und nicht der super tollste Ausflug ins Wellness Hotel. Ich werde immer nach den kleinen Details gefragt: Wo ist diese Mütze her, wo hast Du den Teller gekauft, was spielen die Kinder da oder was für einen Film habt ihr genau gesehen. Das ist der wirkliche Alltag, der die LeserInnen interessiert und nicht der gekünstelte.

    1. ich wollte das hiermit auch nie nie niemals mies machen, ich hoffe das ist rüber gekommen – nur manchmal denk ich eben so. bzw. eine entspanntere Sicht auf als das, ist denke ich ganz gut und daran muss ich mich manchmal eben sogar selbst erinnern.

  2. Ich finde deinen Beitrag gut. Ich habe mir selbst bspw. auferlegt maximal 10 Bilder zu posten. Und manchmal sind es sogar weniger. Irgendwie gefällt das meinen Lesern aber.
    Und ich habe auch nicht immer und überall eine Kamera dabei und wenn es mal nicht passt, dann gibt es kein #WIB.

    Ach ja, und bei uns gibt es tatsächlich nur Alltäglichkeiten.

  3. Du machst einfach wunderbare Bilder! Sie fangen den Augenblick ein und man hat das Gefühl, selbst dabei gewesen zu sein. Dazu ehrliche Worte, die deutlich machen, wie wichtig es ist, das Leben zu genießen, ohne alles ständig zu dokumentieren. Man ist nur in den Momenten vollkommen da, in denen Kamera, Handy und Co. außen vor bleiben – und das macht einen Moment eben manchmal aus! Trotzdem schön, dass man durch Blogs einzelne Einblicke bekommt, die inspirieren und erfrischen.

    Liebe Grüße von Valerie und Kim

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