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Kinder gehören zum Leben – auch im Netz. Über Kinderfotos im Internet.

KINDER GEHÖREN ZUM LEBEN
(AUCH IM NETZ) 

Gute Mütter beschützen ihren Nachwuchs vor dem Internet und zeigen dort keine Kinderfotos. Dani (Blogger Mom bei butterflyfish) schon: Sie findet, Kinder gehören zum Leben – auch im Netz. Siehe Artikel: Kinderfotos im Netz

Auch ‚dasnuf‘ schrieb über die Privatheit von Familienblogs Sie fragte sich: „Soll das Internet wirklich ein kinderfreier Raum werden?“ In der Kohlenstoffwelt gibt es ja schon kinderfreie Orte oder Orte, die gerne kinderfrei wären.

Gar keine Fotos posten, kann also nicht der Weg sein. Kinder sind Teil unserer Gesellschaften und sollen deswegen auch sichtbar stattfinden. (dasnuf.de)


Auch ich poste oder bestücke Beiträge – mit mehr oder weniger privaten Einblicken. Das rührt aber eher daher, dass ich selbst gerne fotografiere und schon fast fotofanatisch bin. Es wäre also absolut gegen meine Natur keine Fotos zu veröffentlichen. Die Frage ‚wie‘ stellte sich auch mir. Es stellte sich einfach als schwierig heraus, jedes Bild zu zensieren oder nur Bilder von hinten (seitlich) zu veröffentlichen. Oft kamen mir die Fotos eher verunstaltet vor. Die schönsten Motive und Momente, bleiben also im privaten Archiv? Nein, ich habe mich selbst etwas lockerer gemacht, entgegen der Angst vor dem Unbekannten. Die jenigen die Kinderfotos klauen könnten und sie für ihre Zwecke nutzen. Angst vor Fremden (oder sogar ungeliebten Familienangehörigen) die irgend etwas sehen könnten, was nicht für sie bestimmt war. Angst vor den Weiten des Internets generell. Es ist durchaus wichtig einen bewussten Umgang mit dem Internet vorzuleben. Realistisch gesehen, sind unsere Kinder aber die Generation ‚vernetzt‘. Früher oder später werden sie auf eigene Faust, die weiten unserer sozialen Medien erforschen. Ich gehe ‚für den Fall‘ davon aus, dass meine veröffentlichten Bilder so gewählt sind, dass es schöne Erinnerungen sind. Ob zurückverfolgbar oder nicht. Ganz davon abgesehen, gehört es meiner Meinung nach zu einem gesunden Selbstbewusstsein, sich nicht über sich selbst zu genieren. Schon gar nicht von anderen ein Foto aus der Kindheit, ins lächerliche ziehen zu lassen. Das ist es doch, was viele davon abhält oder? Deshalb ist meine Aufgabe das WIE. Es hat ja schon fast etwas ideologisches, dieses Selbstverbot der ‚gar keine Fotos‘ Fraktion. Im Freibad, am Strand oder sonst wo. Da können die Kinder auch angeschaut werden, von eben den befürchteten Menschen. Vor denen ich im Internet schützen möchte. Das ganze sogar wahrscheinlich nackt. Was ich persönlich weder an öffentliche Orten – noch im Internet toleriere.

Und dann gibt es Mütter die sagen, ich definieren mich über meine Kinder, habe ein Egoproblem und deshalb zeige ich sie ständig und überall im Netz. Ja, durchaus habe ich das schon mal gelesen in einer Diskussion darüber.

Ich würde mal behaupten der Blog definiert sich über Familienthemen. Ein essentieller Teil dieser Familie (und auch unserer Gesellschaft) sind nun mal Kinder. Und ja klar, bin ich stolz. Welche Mutter ist das nicht? Sie zeigen es nur nicht, oder eben nur auf privaten Facebookprofilen. Ob Selfies und andere Auswüchse des Bilder postens einen psychologischen Hintergrund haben, das ist ein anderes Thema. Ein bisschen Recht muss ich da schon geben.

Ich selbst verfolge auch viel lieber Blogs mit Bildern. Ich kann mir einen viel besseren Eindruck verschaffen, von dem Blogger und deren erzählten Geschichten. Aber ich habe wahrscheinlich auch einen anderen Bezug zu Bildern und ich veröffentliche sie meist im Kontext zum Text/Blog.

Wie steht ihr zu Bildern von Kindern im Netz?
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2 Kommentare zu „Kinder gehören zum Leben – auch im Netz. Über Kinderfotos im Internet.

  1. Mein Mann und ich haben beschlossen gar keine Bilder vom Kleinen ins Netz zu stellen, sogar beim unverschlüsselten Verschicken sind wir vorsichtig. Sicher eine ideologische Sache.
    Aber hier drei Erlebnisse, die uns doch bestärkt haben:
    1. Ich habe nach Jahren des Streits mit meinem Onkel wieder Kontakt aufgenommen. Seine Tochter hat Familienbilder eingescannt, die wohl von meiner Mutter auf dem Elternhausdachboden vergessen wurden. Für mich war es sehr merkwürdig meine Kinderbilder, manche im Badeanzug, so aus dem Kontext gerissen bei fast fremden zu finden. Es sind ja eigentlich „meine Bilder“.
    2. Ich habe nach der Geburt meines Sohnes Bilder verschlüsselt an meine Familie geschickt. Ich bekam von zwei Freundinnen meiner Tante Glückwünsche, wie süß er sei, da sie die Bilder (unverschlüsselt) weitergeleitet hat. Und zehnfach ausgedruckt, und in der Küche und Büro aufgehängt. Für mich waren das sehr intime Bilder ein paar Stunden nach seiner Geburt, die ich ihr nur nach viel betteln geschickt habe.
    3. Mein Sohn war direkt nach dem Aufwachen und Stillen rotwangig und lächelte mich sehr zufrieden an. Ich konnte nicht wiederstehen und musste ihn knipsen. Blöd wie ich bin, habe ich dieses Bild ebenfalls mit meiner Tante geteilt. Gleich habe ich es bereut, denn eigentlich war sein Lächeln nur für mich gedacht und als ich das Bild Wochen später als Bildschirm-Schoner am Handy der Tante entdeckte kam ich mir sehr schäbig vor.

    Ich denke, es gibt solche und solche Bilder. Ich habe nichts gegen gestellte Bilder auf FB mit meinem Fotolächeln etc., war aber durchaus erbost, als eine Freundin ungestellte Bilder aus unserer Schulzeit, die nicht für alle gedacht waren hochgeladen hat. Und ich will nicht, dass mein Sohn, der noch nichts von alledem weiß seine intimen Lächeln in den Händen von Wildfremden wiederfindet. Ebenso wenig wie seine Lebensgeschichte, die durch die Bilder leicht ihm zuzuordnen wäre…

  2. Kinder gehören zum Leben und sollten natürlich auch sichtbar sein – auch im Internet. Allerdings haben Kinder auch eine Privatsphäre und können noch nicht entscheiden, wie viel sie von sich selbst öffentlich preisgeben möchten.
    Deshalb tragen wir die Verantwortung sie zu schützen.

    Aus diesem Grund gebe ich öffentlich weder ihre Namen noch ihre Gesichter preis und veröffentliche nur Bilder von ihnen, auf denen nur diejenigen sie erkennen können, die sie auch privat kennen.

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