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Generation Fremdbetreuung: Ab wann darf ein Mensch individuell sein?

Ab 18? Fragt Frida. Dieser Beitrag ist inspiriert von Frida’s Vlog #3: Warum ich mein Kind verteidigen muss
gewuenschtestes-wunschkind.de schreibt, dass wenn man sein Kind in Fremdbetreuung gibt, man in vielen Fällen Abstriche bezüglich der eigenen Erziehungphilosophie machen muss.

MUSS man das? Oder sollten man vielleicht sogar wie Frida, für die Rechte der Kinder einspringen? Sollte man! Jede Betreuung steht und fällt mit der Qualität der Betreuung, schaut sie euch genau an. Hier mehr Woran erkennt man eine qualitativ gute Fremdbetreuung?


Fremdbetreuung nur mit Abstrichen?

Das ist der springende Punkt, denn ich persönlich möchte keine Abstriche machen, wenn es um das Gefühlsleben meiner Kinder geht. Ich möchte nicht 10 Einrichtungen testen, bis ich eine finde die passen könnte. Ich positioniere mich sogar soweit, dass ich behaupte: Bedürfnis(bindungs)orientierte Erziehung und Fremdbetreuung (passen nicht zusammen).

Nur mit Abstrichen, so sieht die Realität aus. Die Abstriche werden beim Kind gemacht, bis man das passende gefunden hat. Ich behaupte nicht einmal, dass es solche Betreuungsmöglichkeiten nicht gibt, aber die Norm ist es nicht.

Tränen gehören zur Eingewöhnung? 
‚Das Kind darf traurig sein‘ Dazu ein Gedanke: Immer wieder dieses das-Kind-darf-traurig-sein-Ding. Das macht mich mittlerweile richtig wütend. Was für eine Aussage. Natürlich „darf“ es das. Aber es MUSS es nicht und es WILL es nicht. Wenn jetzt eine Mutter mit ihrem Kind schimpft weil es traurig ist nachdem der Lego-Turm eingestürzt ist, dann ist es angebracht zu sagen: „Dein Kind darf doch darüber traurig sein.“ Aber immer als Ausrede für eine so unnötige Traurigkeit die absichtlich herbeigeführt wird, und die zudem zu schweren Traumata führen kann, das lass ich so einfach nicht gelten. Denn es ist nur der Versuch, diesen Schmerz den das Kind empfindet, für die Eltern schön zu färben. Würde ein Mann seiner Frau absichtlich seelischen Schmerz zufügen und ihr Weinen dann mit „sie darf traurig sein“ kommentieren, dann wären sich alle einig, dass das völlig daneben ist.


Dagmar, Mutter dreier Söhne, erzählt: „Durch meinen 12jährigen Sohn habe ich guten Kontakt zu jüngeren Müttern. Ich erlebe darunter viele, die lieber Vollzeit-Familienarbeit bei ihren eigenen Kindern leisten möchten, als diese Arbeit zu delegieren, um der politisch und gesellschaftlich diktierten Vereinbarkeit Folge zu leisten. Und ich sehe ihre Sorge und Verzweiflung bei der Frage, wie das in dem momentanen politischen Klima gehen soll. Von echter Wahlfreiheit kann hier nicht die Rede sein. Ganz besonders nicht nach der Reform des Unterhaltsrechts vom 01.01.2008, welche die Mütter dreijähriger Kinder in die Erwerbstätigkeit zwingt.“ Auch das „Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege“ (KiföG), das am 7. November 2008 vom Bundestag verabschiedet wurde, steht im Widerspruch zum Grundgesetz (Art. 6, Abs. 2) und zur Kinderrechtskonvention (Art. 7). Daraus leitet sich das Recht des Kindes auf die Betreuung in seiner Familie ab. 

Immer noch fehlt eine Lobby für Mütter und ihre Leistungen, die sie als Mutter erbringen, einschließlich der Realisierung eines Müttergehalts.
Viele Mütter dürfen ihren Kindern aus finanzieller Not heraus ihre ungeteilte Zuwendung und Zeit nicht in den paar Jahren geben, die eine Kindheit dauert. Diese Jahre lassen sich nicht nachholen. Kindheit lässt sich nicht auf später verschieben – ebenso wenig das Muttersein. (http://kallisti-dichtet-belichtet.over-blog.com)
 

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