Claire Lotus Day · http://schemas.google.com/blogger/2008/kind#post · Lotus Birth · Lotusgeburt · Plazenta · Plazentaabdruck · Plazentanosode · Plazentashake · umbilical nonseverance

Lotus-Geburt / Plazentabdruck / Plazenta-Shake


„Ähnlich wie bei dem Thema “Hausgeburt” gibt es auch hier sehr ideologisch geführte Diskussionen. Davon versuche ich mich fernzuhalten. Ob Lotusbabys wirklich so viel ausgeglichener sind kann ich nicht sagen, dafür habe ich 100%ige Lotusgeburten zu selten erlebt. Ganz allgemein empfinde ich Hausgeburtsbabies als viel ausgeglichener als ihre Klinikgenossen. Kein Wunder wenn man ohne Wehenmittel, ohne Opiate und ohne forciertes Pressen zur selbst ausgesuchten Zeit zur Welt kommt.“ Doula Nilufar Zand



Es geht bei der Lotus-Geburt darum, dass das Neugeborene nicht von der Nabelschnur und der Plazenta getrennt wird und zwar so lange, bis die Nabelschnur von selbst abfällt. Das sei normalerweise zwischen 3 und 10 Tagen der Fall.

Beschrieben wird eine solche Geburt von frühen Einwanderern des nordamerikanischen Kontinents und zwar mit der Idee, das Neugeborene vor Wundinfektionen zu schützen. Auch gibt es Hinweise dafür, dass bei den indigenen Völkern Amerikas wie auch in Thailand Geburten in dieser Form üblicherweise praktiziert wurden. In den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte die Schwangere Claire Lotus Bay (daher auch die Bezeichnung) festgestellt, dass Schimpansen eine solche Art von Geburt praktizierten. Ihr selbst schien dies natürlicher und deshalb wollte sie das ausprobieren. Sie hatte das Glück, eine Hebamme zu finden, welche sich nicht nur für die Idee begeistern liess, sondern auch eine solche Geburt begleiten half. Claire Lotus Bay brachte dann einen überaus glücklichen Sohn zur Welt und führte dessen Gemütslage auf den Geburtsmodus zurück, in der Vorstellung, dass die Geborgenheit der fetoplazentaren Einheit auch nach der Geburt noch weiter bestanden habe.

Wo sollen nun die Vorteile liegen? Befürworter sehen diese im allmählichen Absterben der Nabelschnur, was somit weniger traumatisch für das Kind sein soll als eine brutale „Durchtrennung“. Kommt hinzu, dass sich das Kind an den neuen Zustand verlängert gewöhnen kann und natürlich auch, dass dem Kind weniger Blut verloren geht.




Doulas, Hebammen, Ärzte und Eltern, die Erfahrung mit der Lotusgeburt gemacht haben, beobachteten, daß die Babys spürbar entspannter und ruhiger waren, weniger an Geburtsgewicht verloren und seltener zu Gelbsucht neigten, als Babys, bei denen die Nabelschnur durchtrennt wurde (insbesondere innerhalb der ersten Stunde nach der Geburt). Sanft geborene, voll gestillte Lotusbabys, die noch die Verbindung zu ihrer Plazenta haben, behalten  die Energie, die sie brauchen,  um ihr System in den frühen Stunden nach der Geburt  und den ersten Lebenswochen zu stabilisieren. Sie können sich auf allen Ebenen optimal entwickeln: Entspannung, gesunde Gewichtszunahme, Stärke und Mobilität, Fein- und Grobmotorik, sowie Wahrnehmung der Umwelt. Daraus lässt sich folgern, daß die Lotusgeburt den Babys lebenslange Fähigkeiten mit auf den Weg gibt. Der tatsächliche körperliche und emotionale Nutzen für die Gesundheit dieser Praxis von der medizinischen Perspektive her gesehen wird leider in der westlichen medizinischen Schule nicht erforscht, in der Geburtshilfe und Kinderheilkunde getrennt sind, und ein Wertsystem von Wegwerfmedizin vorherrscht.

Obwohl viele Hebammen ein langes Auspulsieren der Nabelschnur befürworten, hinterfragen sie trotzdem nicht die Praxis der Abtrennung.
Die Lotusgeburt wirkt sich dynamisch auf die postnatale Erfahrung aus und gibt ein Gefühl der Vollständigkeit vom intakten Neugeborenen, ausgerichtet auf die Einheit Mutter-Baby-Vater. Sie fördert so tiefe Entspannung, ein Zustand der optimalen Gesundheit und des Wohlbefindens. Durch das Nicht-Abtrennen wird die Nachversorgung verlangsamt, jegliche Hektik fällt weg, die Heiligkeit der Familieneinheit tritt in den Vordergrund, anstelle trennender Rituale. // Quelle 




Wie funktioniert die Lotusgeburt? 

Nachdem das Baby geboren ist, wird die Nabelschnur nicht durchtrennt. Auch nach dem Ablösen der Plazenta bleibt die Nabelschnur intakt, wird also nicht durchgeschnitten. Somit bleibt das Baby mit seiner Plazenta verbunden. Das  Risiko einer Infektion verringert sich dadurch erheblich, im Gegensatz zum offenen Nabelstumpf bei geschnittenen Nabelschnüren der Babys.  

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Wenn die Plazenta getragen wird, wird sie auf dem gleichen Niveau wie das Baby gehalten, um eine volle Transfusion des Blutes, der Nährstoffe und Hormone zuzulassen; der Körper des Babys kann sich in dieser Zeit langsam auf die volle Funktion de Atmungsapparates konzentrieren. Die Plazenta kann in einem Sieb abtropfen, dann wird sie in ein weiches Tuch gewickelt und neben Baby und Mutter gelegt.  Nach mind. 24h wird die Plazenta mit Meersalz dick eingesalzen und kann mit  Aromaölen oder Kräutern eingerieben werden. Nach einer Stunde wird das Salz mit einem trockenen Tuch vollständig entfernt. Nun wird die Plazenta in Tücher gewickelt (z.B. Mullwindeln) und in eine speziell genähte Plazentatasche gelegt. Die Tücher direkt um die Plazenta herum werden täglich ausgewechselt. Die Nabelschnur wird immer mehr austrocknen, bis sie sich von selbst vom  Bauchnabel löst. Ist die Position der harten Nabelschnur ungünstig, kann diese mit warmem Wasser weich gemacht und die Haltung korrigiert werden. // QuellePlazentabeutel










Das Abklemmen der Nabelschnur vor dem ersten Atemzug des Kindes führt dazu, dass anderen Organen Blut entzogen wird, um die Entfaltung der Lunge in Gang zu setzen.

Lässt man die Nabelschnur zu diesem Zeitpunkt intakt, wird das Blut, welches sich in der Plazenta befindet, durch das entstandene Vakuum im Babykörper in den Blutkreislauf des Kindes befördert. Unter “normalen” Umständen befindet sich die Gebärmutter zu dieser Zeit noch in der Gebärmutter. Durch den Sog der entsteht, wenn das Blut zum Baby gelangt, wird dadurch auch die Ablösung der Plazenta unterstützt. Der grosse Blutverlust für das Baby wird so umgangen.

Bei einem Kaiserschnitt wird das Baby über die Gebärmutter gehoben und somit fliesst das Blut zurück in die Plazenta. Kaiserschnittbabys haben daher einen grösseren Blutverlust. Ist dieser zu gross, stellen sich Atemschwierigkeiten ein. Studien haben gezeigt, dass dies bei Kaiserschnittbabys alltäglich ist und vermieden werden kann, wenn eine komplette ‚Ausblutung’ der Plazenta in den Blutkreislauf der Babys zugelassen wird. (Quelle: Peltonen 1981;Landau 1953)



Weiterführende links:

Facebook Gruppe

Plazentaabdruck Anleitung


Plazenta Shake / Video Anleitung

5 Gründe für eine Lotusgeburt 

Häufig gestellte Fragen 


Zum Umgang mit der Nachgeburt  

Plazentanosoden 

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