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Die Vitamin-K. Kontroverse.

Ist die Vitamin K-Prophylaxe bei Neugeborenen wirklich notwendig?

https://i1.wp.com/www.iskinfab.com/images/bigstock_Salad_letter_k__17061434.jpg Da ich immer wieder nach der Vitamin K-Prophylaxe gefragt werde, möchte ich dazu einmal kurz Stellung nehmen. Kritische bzw. pharmaunabhängige Aufklärungsliteratur für Eltern gibt es dazu bemerkenswert wenig. In meinen nachfolgenden Ausführungen beziehe ich mich auf das Kapitel über Vitamin K aus dem Buch „Kritik der Arzneiroutine“ des bekannten Homöopathen und Gynäkologen Dr. med. Friedrich P. Graf. Die von ihm bereit gestellte Information ist das Hilfreichste, das ich bisher dazu gefunden habe. Bei der Vitamin K-Vorsorge geht es um das Verhindern von Störungen der Blutgerinnung bei Neugeborenen, was zu Blutungen führen kann. Für die Blutgerinnung spielt dieses Vitamin eine wichtige Rolle. Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das der Mensch aus der Nahrung und mit Hilfe von Darmbakterien selbst herstellen kann. Es wird in der Leber gespeichert. Laut Lehrmeinung hat etwa eines unter 30.000 Neugeborenen einen gefährlichen Vitamin K-Mangel. Ob es gerechtfertigt ist, 29.999 von 30.000 Neugeborenen damit unnötigerweise zu behandeln, ist eine berechtigte Frage. Entscheidend ist also, welche Faktoren einen Vitamin K-Mangel verursachen können: Medikamenten- und Umweltgifte können den vorhandenen Vorrat an Vitamin K verbrauchen und somit einen Mangel in der Muttermilch und beim Säugling auslösen. Nach der Geburt hat das Neugeborene aufgrund des möglichen Geburtsstresses einen erhöhten Bedarf an Vitamin K. Die Natur hat hier bereits in Form der Vormilch (Kolostrum) der Muttermilch vorgesorgt. Kolostrum ist verhältnismäßig reich an natürlichem Vitamin K. Ernährt sich die Mutter weitgehend gesund und hat sie in der Schwangerschaft Medikamente gemieden, ist ein Vitamin K-Mangel sehr unwahrscheinlich.
Zusätzliche Gaben von Vitamin K im Rahmen der Neugeborenen-Prophylaxe sind nicht unbedenklich. Studien zufolge können sie z. B. das Krebsrisiko steigern. // Quelle

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Vitamin K ist ein Vitamin, das für das Gerinnungssystem des Blutes eine außerordentlich wichtige Rolle spielt. Es ist in allen Nahrungspflanzen und in der Milch, besonders reichlich in Blattgemüse, Salat, Kohl, Karotten und Sojaöl enthalten. Der Bedarf eines jungen Säuglings an Vitamin K liegt normalerweise in der Größenordnung von 1 μg/Tag und ist für die allermeisten Kinder durch die Muttermilch gedeckt. (1 μg, Mikrogramm= 1.000.000stel Gramm.) Das Problem: Kinder, die voll gestillt werden, erhalten weniger Vitamin K als Kinder, die mit Flaschennahrung oder früh mit Beikost ernährt werden. Dies führte dazu, dass in den Jahren vor Einführung einer generellen Vitamin-K-Prophylaxe Blutungen und z. T. auch Hirnblutungen bei vollgestillten Kindern durch Vitamin-K-Mangel beobachtet wurden. Ein Teil dieser Blutungen führte zu einer bleibenden Behinderung oder zum Tode des Kindes. Ohne Prophylaxe treten diese Blutungen bei ca. einem von 10.000 Kindern auf. Welche Kinder besonders gefährdet sind, ist nur schwer zu erkennen. Dies führte zu der Empfehlung, allen Kindern nach der Geburt, bei der 2. und bei der 3. Vorsorgeuntersuchung, jeweils 2 Tropfen Vitamin K à 1 mg zu geben. Die dabei gegebene Dosis entspricht dem 2.000-fachen dessen, was ein Kind täglich über die Muttermilch erhält. Ein Teil dieser Dosis wird vom Kind bis zur nächsten Gabe gespeichert. Spricht etwas gegen die offizielle Empfehlung zur Vitamin-K-Prophylaxe? Man kann sich die Frage stellen, ob es nicht einen Sinn hat, dass das Gerinnungssystem Neugeborener durch den vergleichsweise niedrigen Gehalt der Muttermilch an Vitamin K langsam reift. Verzögerte Reifungsprozesse sind vielfach eine Besonderheit der menschlichen Entwicklung. Tierexperimentielle Untersuchungen weisen darauf hin, dass z. B. ein extrem niedriger Gehalt des embryonalen Blutes an Vitamin K vor Chromosomen-Brüchen schützt, auch gibt es Hinweise, dass Vitamin K die Tumorabwehr hemmt. In einer englischen Studie hatten Kinder, die 1 mg Vitamin K nach der Geburt gespritzt bekamen, ein mehr als doppelt so hohes Risiko später an einer Krebserkrankung zu erkranken, als Kinder die kein Vitamin K oder dieses nur in Tropfenform bekommen hatten. In späteren Studien konnte dieser Zusammenhang nicht mehr bestätigt werden. Dennoch sollte bedacht werden, dass es sich bei der jetzt gegebenen Dosis um eine unnatürlich hohe Dosis handelt, auch wenn dadurch bisher keine Neben wirkungen bekannt geworden sind. Deshalb, und weil es noch offene Fragen zur Bedeutung von Vitamin K für den mensch lichen Organismus gibt, wollen wir gemeinsam mit Ihnen zu einer individuellen Entscheidung bezüglich der Anwendung von Vitamin K kommen. Welche anderen Möglichkeiten gibt es?1. Nach Erfahrungen in Holland ist die tägliche Gabe von 25 μg Vitamin K entsprechend 2 Tropfen einer verdünnten Vitamin-K-Lösung, (Bezugsquellen, siehe rechts) verbunden mit einer einmaligen hochdosierten Gabe von 1 mg direkt nach der Geburt vergleichsweise effektiv wie die deutsche Empfehlung. Bei diesem Vorgehen sind in Holland Blutungen durch Vitamin-K-Mangel extrem selten und bisher nur bei Kindern mit einer Störung des Gallenflusses beobachtet worden. Die tägliche Gabe von Vitamin K ist natürlicher als die 3-malige Gabe einer stark überhöhten Dosis. Es muss dabei bedacht werden, dass das Kind täglich immer noch etwa die 20-fache Vitamin- K-Menge im Vergleich zu dem bekommt, was die Muttermilch enthält. 2. Viele der Eltern in anthroposophischen Praxen und Kliniken haben sich seit Jahren für diese niedrig dosierte Prophylaxe ohne die hohe Anfangsdosis entschieden. Es scheint uns nicht wahrscheinlich, dass die hochdosierte Gabe von 1 mg nach der Geburt, wie sie in Holland gegeben wird, primär für die dortigen Ergebnisse entscheidend ist. 3. Falls Sie sich gegen eine Vitamin-KProphylaxe in Tropfenform entscheiden, gibt es die Möglichkeit, durch reichlichen Verzehr von Haferflocken, frischem Blattsalat, Blattgemüse, Möhren, verträglichen Kohlsorten wie Brokkoli oder Verwendung von Maiskeim- oder Olivenöl als Speise- und Salatöl den Gehalt der Muttermilch an Vitamin K mehr als zu verdoppeln. Bei dieser Art der Prophylaxe ist vermutlich der Schutz vor einer Blutung nicht so groß wie bei der Gabe der Vitamin-K-Tropfen; Überdosierungen sind damit ausgeschlossen. Worauf muss besonders geachtet werden? In den ersten Lebensmonaten sollte jede Blutung beim Kind, also z. B. Punktblutungen, Nasenbluten, Blutauflagerungen auf dem Stuhl oder auffällige Blutungsflecke an der Haut zum Anlass genommen werden, das Kind so schnell wie möglich einem Arzt vorzustellen. Außerdem sollte eine länger anhaltende Gelbsucht als möglicher Hinweis auf eine Störung des Gallenflusses sowie eine ungenügende Gewichtszunahme ernst genommen und vom Arzt geklärt werden. Rezeptur Vitamin K1, ölige Tropfen 12, 5 μg/Tropfen 20 ml Rp. Phytomenadion 6, 26 mg Oleum amygdalarum ad 20, 0 Dosierung: Täglich 2 Tropfen vor einer Stillmahlzeit über 12 Wochen geben. Jede Apotheke muss und kann diese Rezeptur herstellen. // Der Merkurstab 1. 2007 Merkblatt zur Vitamin-K-Prophylaxe

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Das Vitamin K-Problem

von Dr. med. Friedrich P. Graf berührt unsere Kinder heutzutage unmittelbar nach der Geburt. Nur selten wird diese Frage mit den angehenden Eltern (Einverständnis!) vor der Geburt geklärt. In den meisten Fällen schlucken die Eltern den konstatierenden Hinweis ihrer Geburtshelfer, diese Spritze sei eben notwendig. Besonders um die Geburt herum wollen sich die Eltern verständlicherweise nicht mit solchen „Nebensächlichkeiten“ beschäftigen und haben mit den Beteiligten doch nur das „Beste“ für ihr Kind im Sinn. Dabei kann diese Maßnahme dem Neugeborenen die erste Lebenswoche (z.B. durch ansteigende Gelbsucht) verübeln und die Stillbeziehung empfindlich und oft anhaltend stoeren.
Die langfristigen Nachteile dieser Spritze sind heute noch nicht absehbar. Es gibt bereits Hinweise, daß diese gegenüber dem natürlichen Bedarf ungefähr 1000-fache Überdosierung von Vitamin K an der Entwicklung bösartiger (Leber-)Tumore beteiligt ist. Es ist bedauernswert, wie heute an sich erfreuliche Erkenntnisse über Schädigungsmöglichkeiten unserer Kinder nicht zur Selektion und Eingrenzung der Gefährdeten führt, sondern pauschal zur Prophylaxe in übertriebener Weise an allen Kindern Anlaß gibt. Dabei könnte die Bedürftigkeit für Vitamin K auf Frühgeburten und Risikogeburten eingegrenzt werden.

Worum geht es beim Vitamin K?

Auf 30.000 Neugeborene kommt es einmal zu Blutungen (in 50 % in da Gehirn, hiervon in 1/4 der Fälle tödliche Verläufe!) vorzüglich in der 1. Lebenswoche und besonders in den ersten 24 Stunden (aber auch noch bis zu 6 Wochen nach der Geburt). Diese Blutungen sind auf einen Mangel und/oder eine gestörte Aufnahme von Vitamin K (= Koagulationsvitamin) zurückzuführen. In 90 % dieser Schadensfälle handelt es sich um Stillkinder. Grundsätzlich ist aber nicht die Tatsache des Stillens schuld, sondern in erster Linie eine Behinderung von Mutter und Kind am Stillen in der heutigen „modernen“ Geburtshilfe – neben anderen Faktoren. Vitamin K kommt in zwei Fraktionen im menschlichen Darm vor [K 1 sind Phytochinone aus der Nahrung, (Kohl, Spinat, Broccoli, Karotten, Bohnen, Kopfsalate), K 2 sind Menachinone von unseren Darmbakterien und aus Leber, Geflügel und Fisch, fermentieren Käsesorten wie z.B. Gorgonzola], ist fettlöslich und benötigt zur Aufnahme die Mithilfe der Gallensekrete. Es sind also Störungen in der Vitamin-K-Versorgung denkbar über die Nahrung, das Darmmilieu und den Gallefluß/die Leberfunktion!
Für das Neugeborene enthält die Vormilch (Kolostrum) mehr Vitamin K als die reife Muttermilch, so daß Anlege- und Milchbildungsstörungen hinzukommen. Das Vitamin K gelangt in die kindliche Leber und aktiviert dort viele Gerinnungsfaktoren, die gegenüber dem Erwachsenen in wesentlich niedrigerer Konzentration aber die gleicheAufgabe erfüen, nämlich die Stabilisierung eines Blutgerinnungs-Gleichgewichtes (zwischen den gerinnungsfördernden und gerinnungshemmenden Faktoren, in dem es letzteres stützt). Dieses Gleichgewicht hält sich also auf niedrigerem Nieveau und ist – wie vieles beim Neugeborenen – sehr labil. Folgende Störungen allein oder in Summation sind heute zu bedenken, um den Verzicht oder die Gabe dieses Vitamin K zu erwägen:

1. Sind in der Schwangerschaft Medikamente verabreicht worden?

Hier fällt eine bedrückende Praxis im Umgang mit Gesundheitsproblemen der Schwangeren auf. Bezüglich des Vitamin K sind relevant

  • Antibiotika (alle!)
  • Acetylsalizylsäure (z.B. Aspirin ®)
  • Schlafmittel (vom Barbiturattyp)
  • Arzneien für bestimmte ernste Krankheiten (Epilepsie, Tuberkulose und Thrombose (Cumarine)).

2. Liegt eine ausgeglichene Ernährung vor?

(Wegen der grundsätzlichen Bedeutung für die Schwangerschaft siehe Extra-Zusammenfassung Das Ernährungsproblem). Bezüglich des Vitamin K ist förderlich der Vegetarismus mit Gemüsevariationen sowie Joghurt mit der hochwertigen „Rechts-drehenden“ Milchsäure (im Verlauf oft unter dem Namen Bio-Joghurt: dieser fördert ein natürliches Darmbakterienmilieu!)

3. Wie war die Geburt?

Je sanfter die Geburt verläuft, je mehr die Gebärende sich selbst überlassen bleiben kann, desto weniger wird das Kind traumatisiert sein, desto weniger werden überhaupt äußere Maßnahmen und Eingriffe notwendig. Jeder Streß, jeder übersteigende Energieverlust „geht beim Kind auf die Leber“. Daher ist stets das gesamte Ausmaß der Belastung zu prüfen, denen das Kind ausgesetzt war. Heftige Quetschungen und Verletzungen (Saugglocke, Zange) erfordern homöopathisch zuerst Aconitum C 30 und dann Arnika C 30, denn reaktiv kommt es leicht zu Anschwellungen und Stoffwechselbeeinträchtigungen. So kann dann der Gallefluß beim Neugeborenen derart beeinträchtigt sein, daß die Vitamin-K-Resorption behindert ist neben der streßbedingten Leberbelastung. Entweder löst Arnika das Problem oder in seltenen Grenzfällen bleibt eine Vitamin-K-Gabe sinnvoll. Bei der Kaiserschnittgeburt als absolute Kunsthilfe liegen besondere Bedinungen für Mutter und Kind vor. Durch die Narkosemittel wird der kindliche Stoffwechsel besonders belastet und der Stillbeginnn erheblich verzögert. Hier ergibt sich daher eine besondere Gefahrensituation, so daß es höchstes Ziel sein mü&szli;te, Kaiserschnittgeburten generell so niedrig wie möglich zu halten. Die Qualität einer Entbindungsabteilung kann ganz gut an der Häufigkeit notwendiger Kaiserschnitte abgeschätzt werden: unter 10 % wünschenswert und gut! Über 15 – 20 % heute üblich und zu hoch, über 20 % indiskutabel!
Allein durch intensive Zuwendung, menschliche Nähe und Berührung unter der Geburt, ließe sich die Kaiserschnittzahl auf unter 10 % senken!!! Der Umgang mit Schwangeren, das Eingehen auf ihre Wünsche und Nöte entscheidet also über vieles und hilft Gefahren abzuwenden und das in den meisten Fälen unnötige Vitamin K vermeiden.

4. Wie wurde mit dem Stillen umgegangen?

Bezüglich des Vitamin K (aber auch generell!) ist die 1. Stundenach der Geburt entscheidend! Denn jede Störung der Prägungsphase und des 1. Stillversuchs hat nicht nur tage- und wochenlagen, sondern lebenslange Konsequenzen. Zum einen geht es um die kindliche Psyche (Urvertrauen!), dann um die Stillbeziehung (Nestschutz, Mutter-Kind-Vertrauen). Lernt das Kind nicht gleich im Anfang ungestört die Brust zu fassen, sind Störungen vorprogrammiert. Daß dann zu wenig oder ungenügend Vitamin K über die Vormilchstufen beim Kind ankommt, ist der stofflich-materielle Ausdruck eines Versagens der Geburtseinrichtung und des Geburtsteams. Es muß einmal so drastisch dargestellt werden. Mit dem Vitamin K wird die Mutter in Sorgen gebracht und von der Geburt an wieder verunsichert. Die (deutschen) Kliniken sehen so selbstherrlich über die Grundbedürfnisse von Mutter und Kind hinweg, wo es in den meisten Fällen (80 % der Geburten) gar nicht nötig wäre!) Das liegt natürlich an der Geschichte der deutschen Medizin und besonders der Krankenhäser. Die hierarchische Struktur und die überwiegend männliche Besetzung der Führungspositionen schafft viele Probleme in der Geburtshilfe. So ist auch das Vitamin-K-Problem ein überwiegend zeitbedingtes, hausgemachtes und im Rest Ergebnis einer Fehlernährung und überzogenen Arzneitherapie.

5. Wir wurde mit dem Neugeborenen umgegangen?

In vielen Fällen wird heute bei Verdacht auf Infektion oder bei erhöhungen (oft routinemäßig gemessen) von Entzündungszeichen im Blut eine Antibiotikabehandlung durchgeführt. Die damit einhergehende Darmmilieustörung behindert die immunologische Entwicklung des Kindes und kann einen Vitamin-K-Mangel verschärfen.

Welche Alternativen gibt es?

Zusammenfassend

  • Vermeidung von jeglichen Arzneien (aber auch Alkohol, Nikotin und Kaffee) in der Schwangerschaft und unter/nach der Geburt.
  • Vertrauensvolle Geburtsatmosphäre, Geburt ohne Medikamente, soweit möglich.
  • Sensible Betreuung von Mutter und Kind in der 1. Stunde nach der Geburt mit Belassung des Kindes fortwährend bei der Mutter, erster Stillkontakt.
  • Aconit C 30, Arnica C 30 bei entsprechender Traumatisierung am 1. Lebenstag.
  • Millefolium C 30 oder C 200
    1 x in allen anderen Fällen, kann bei jedem Verdacht auf Gerinnungsschwäche (Blutspuren im Stuhl!) wiederholt werden.

bei Sorgen um einen Vitamin-K-Mangel

  • für die Schwangere in den letzten 4 Wochen Acidophilus Jura (2 x tgl. 1 Teelöffel)
  • für das Kind 6 Wochen lang 1/2 Teelöffel Karottensaft täglich, über Pipette in den Mund.

Die orale Gabe von Vitamin-K-Tropfen (z.B. Konakion ®) wird nur noch in den seltensten Fällen erforderlich sein (Frühgeburten, Kaiserschnitt und Vakuum-/Zangengeburten zusammen mit Mißachtung der anderen o.g. Bedingungen).


Von Friedrich P. Graf ist bei Herder das Buch Ganzheitliches Wohlbefinden – Homöopathie für Frauen, ein Begleitbuch für die wichtigsten Lebensphasen, erschienen. // Quelle

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Vitamin K-Überschuss

Abbildung 1: Gelbe Verfärbung der Haut & Augenbindehaut bei einem NeugeborenenEin Vitamin K-Überschuss mit Beschwerden tritt kaum auf. Auch die Aufnahme vom Fünfhundertfachen der empfohlenen Menge an Vitamin K hat keine Beschwerden zur Folge.

Abbildung: Gelbe Verfärbung der Haut & Augenbindehaut bei einem Neugeborenen
. Eine Ausnahme bildet dabei die Gabe von Vitamin K bei Neugeborenen. Wird Neugeborenen nämlich zu viel Vitamin K gegeben, kann das Bilirubin, das beim Abbau des roten Blutfarbstoffs entsteht, vom Körper nicht mehr ausreichend entsorgt werden, weshalb die Menge an Bilirubin im Körper zunimmt. Eine vermehrte Menge an Bilirubin im Blut zeigt sich bei Neugeborenen als sogenannte Gelbsucht (siehe Abbildung 1), in der Fachsprache Ikterus genannt. Diese Gelbsucht alleine hat keine bleibenden Schäden des Kindes zur Folge. Wenn die Menge an Bilirubin im Blut aber noch mehr zunimmt, kann Bilirubin auch ins Gehirn des Neugeborenen gelangen und das Gehirn schädigen. Tritt bei einem Neugeborenen eine solche Gelbsucht als Folge einer Gabe von zu viel Vitamin K auf, soll zur Behandlung kein Vitamin K mehr gegeben werden und der Körper beim Abbau von Bilirubin unterstützt werden, indem dem Neugeborenen mehr Flüssigkeit gegeben wird und indem es häufiger gefüttert wird. Hat es im Blut von Neugeborenen eine grössere Menge an Bilirubin, kann der Körper zudem mit einer Lichttherapie, einer sogenannten Phototherapie, unterstützt werden. Zudem muss bei besonders schnell und stark ansteigender Bilirubinmenge das Blut des Neugeborenen ausgetauscht werden, um eine Schädigung seines Gehirns zu vermeiden.

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Tagesbedarf an Vitamin K

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht vor, dass Frauen mindestens 65µg und Männer etwa 80µg an Vitamin K täglich zu sich nehmen sollten. Es ist jedoch anzunehmen, dass diese Angaben das absolute Minimum zur Aufrechterhaltung der Blutgerinnung darstellen und in Wirklichkeit – zumal Vitamin K ja bekanntlich noch andere Aufgaben, also nicht nur die Blutgerinnung zu erledigen hat – viel höhere Vitamin-K-Mengen benötigt werden. Diese Vermutung wird auch dadurch erhärtet, dass natürliches Vitamin K selbst in grossen Mengen nicht giftig ist. Doch wie deckt man nun am besten seinen Tagesbedarf an Vitamin K?

Lebensmittel mit viel Vitamin K

Wir haben Ihnen in der folgenden Liste einige besonders Vitamin-K-reiche Lebensmittel zusammengestellt, die Ihre Vitamin-K-Werte im Blut steigern können. Es lohnt sich, diese Lebensmittel mit in Ihre tägliche Ernährung aufzunehmen – nicht nur, weil sie Ihren Vitamin-K-Bedarf abdecken, sondern auch weil sie eine Vielzahl anderer Mikronährstoffe enthalten.

  • Grünes Blattgemüse: Der Bedarf an Vitamin K1 kann beispielsweise durch den Verzehr von viel grünem Blattgemüse wie Spinat, Blattsalat oder Portulak gewährleistet werden. Grünes Blattgemüse enthält jedoch nicht nur grosse Mengen Vitamin K1, sondern natürlich auch viele andere gesundheitsfördernde Stoffe wie beispielsweise Chlorophyll.
    Aus grünem Blattgemüse kann man mit Hilfe eines Mixers leckere grüne Smoothies zubereiten und auf diese Weise ganz einfach seinen Anteil an grünem Blattgemüse in der Ernährung erhöhen.

Falls Sie dennoch Probleme haben sich ausreichend mit grünem Blattgemüse zu versorgen, eignen sich auch grüne Drinks aus Graspulver (Weizengras, Kamutgras, Gerstengras, Dinkelgras oder auch eine Kombination aus verschiedenen Gräsern und Kräutern) als tolle alternative Vitamin-K-Quelle. Gerstengrassaftpulver aus hochwertiger Quelle beispielsweise enthält in einer Tagesdosis von 15 Gramm bereits mindestens die doppelte empfohlene Tagesdosis Vitamin K1.

  • Rote Beete Blätter: Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass die Blätter der Roten Bete auch als grünes Blattgemüse gelten. Dabei enthalten sie weitaus mehr Mineral- und Nährstoffe als die Knolle. In den Blättern der Roten Bete ist sogar 2000mal mehr Vitamin K zu finden als in der Knolle – eine wahre Vitalstoffquelle!
  • Kohl: Grünkohl enthält von allen Gemüsearten das meiste Vitamin K1. Aber auch andere Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl oder Weisskohl enthalten sehr viel Vitamin K1. Weisskohl liefert ausserdem – aufgrund seines Gehalts an Mikroorganismen – Vitamin K2, wenn er in Form von Sauerkraut verzehrt wird. Weisskohl enthält zudem grosse Mengen anderer gesunder Mikronährstoffe, weshalb er sogar medizinisch angewendet wird.
  • Petersilie: Auch Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch enthalten viel Vitamin K. In Petersilie ist eine ganze Bandbreite wichtiger Vitamine zu finden, so dass sie mancher Nahrungsergänzung Konkurrenz macht.
  • Avocado: Die Avocado enthält nicht nur interessante Vitamin-K-Mengen, sondern versorgt ausserdem mit wertvollen Fetten, die für die Resorption des fettlöslichen Vitamins vonnöten sind. In Gegenwart der Avocado werden natürlich auch viele andere fettlösliche Stoffe, wie Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Alpha- und Beta-Carotin, Lutein, Lycopin, Zeaxanthin oder auch Calcium besser resorbiert.
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Die optimale Versorgung mit Vitamin K2, Vitamin D3 und Calcium

Wie weiter oben schon erwähnt, ist Vitamin K2 das aktivere K-Vitamin. Auch vermutet man, dass K1 bevorzugt zur Herstellung der Blutgerinnungsfaktoren verwendet wird, während K2 eher im Bereich des Calciumstoffwechsels tätig ist. Vitamin K2 ist also besonders wichtig, wenn die Gesundheit der Blutgefässe, des Herzens, der Knochen und der Zähne im Fokus steht.
Nun stehen uns aber zwar sehr viele Lebensmittel zur Verfügung, die Vitamin K1 enthalten, aber nicht ganz so viele, die Vitamin K2 in relevanten Mengen enthalten. Wer dazu noch ungern mehrmals wöchentlich Leber isst, auch der japanischen Sojaspezialität Natto nur wenig Sympathie entgegenbringt und womöglich ausserdem nur sparsam grünes Blattgemüse isst, gerät rasch in Gefahr, an einem Vitamin-K-Mangel und ganz besonders an einem Vitamin-K2-Mangel zu leiden.
Die Folgen stellen sich meist erst nach etlichen Jahren ein und zeigen sich dann beispielsweise in einer besonderen Kariesanfälligkeit der Zähne, in einer schwindenden Knochendichte, in Nierensteinen oder in einer schlechten Herz- und Blutgefässverfassung. Je nach Art Ihrer Ernährung empfehlen wir daher, die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit Vitamin K2 zu überdenken. Berücksichtigen Sie dabei, dass Vitamin K2 im Körper gemeinsam mit Vitamin D3 und Calcium agiert. Wenn Sie also nicht gerade im Mittelmeerraum oder ähnlich sonnenverwöhnten Landstrichen leben, wo die Vitamin-D-Versorgung mit Hilfe der Sonne kein Problem darstellt, dann sollten Sie die Kombination Vitamin-D3-mit-Vitamin-K2 ins Auge fassen.
Ist Ihre Ernährung ausserdem eher arm an bioverfügbarem Calcium und Magnesium im richtigen Verhältnis, dann können Sie zusätzlich auf ein ganzheitliches Mineralstoffpräparat zurückgreifen, wie z. B. die natürliche Sango Meeres Koralle. Auf diese Weise sind Sie umfassend mit dem Trio „Vitamin D3, Vitamin K2 und Calcium“ versorgt.

Vitamin K2 für Veganer

Sollten Sie Wert darauf legen, dass Ihr Vitamin K2 nicht aus tierischen, sondern aus mikrobiellen Quellen stammt, dann sollte das von Ihnen gewählte Vitamin-Präparat das Vitamin K2 in Form von mikrobiellem Menaquinon-7 enthalten. Das tierische Vitamin K2 ist hingegen das Menaquinon-4.
Sie sehen, eine rundum gute Versorgung von Knochen, Zähnen und Blutgefässen ist nicht wirklich schwer.

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Weitere Quellen:

http://mixwellness.com/the-truth-about-the-vitamin-k-shot-in-newborns

http://mixwellness.com/the-vitamin-k-shot-controversy-4-tips-to-protect-your-baby-naturally 

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Ein Kommentar zu „Die Vitamin-K. Kontroverse.

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